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Herzlich Willkommen auf der Tagungsseite der Initiative  „Medienkompetenz stärkt Brandenburg“. Am 24. Oktober 2012 fand in Potsdam die 1. Netzwerk-Tagung zum Thema „Realität in der Mediengesellschaft“ statt. Derzeit wird die Dokumentation der Tagung vorbereitet. Wir informieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer per E-Mail, wenn die Doku online ist.

Die Netzwerktagung entspringt einer gemeinsamen Initiative der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) und des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg (MBJS). Bezugspunkt ist das dem Landtag Brandenburg Anfang 2012 vorgelegte Konzept „Stärkung der Medienkompetenz“. Die Netzwerktagung soll zukünftig einmal jährlich stattfinden. Eingeladen zur Mitwirkung sind alle Akteure der Medienbildung im Land Brandenburg. Die Netzwerkkonferenz richtet sich an Multiplikatoren und Akteure der Bildungsarbeit. Die Schwerpunkte liegen aktuell in den Bereichen Jugend, Schule, Erwachsenenbildung. Ein weiterer Höhepunkt ist die Verleihung der Förderpreise „Medienkompetenz stärkt Brandenburg“.

Thema: „Realität“ in der Mediengesellschaft – Ohne Medienbildung nicht (be)greifbar
Das Verhältnis von medial vermittelter Realität und gesellschaftlicher Wirklichkeit ist seit der Antike ein Thema für Philosophen und Pädagogen. In der Medien- und Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts hat die Frage nach den Koordinaten der „Realität“ eine neue Dimension und Dringlichkeit erhalten: Im Fernsehen erfreuen sich scheinbar dokumentarische Serien größter Beliebtheit, klassische Nachrichtenformate hingegen werden zum Minderheitenprogramm. Unsere Online-Wahrnehmung der Welt wird zunehmend durch individuelle Nutzerprofile gesteuert. „Intelligente“ digitale Endgeräte, die unsere Umweltwahrnehmung mit internetgestützten Informationen anreichern, verbreiten sich mit wachsender Geschwindigkeit. Der Trend hin zur Individualisierung des Öffentlichen und zur Veröffentlichung des Individuellen kennzeichnet eine Gemengelage, die für Multiplikatoren der Bildungsarbeit herausfordernd ist. Wie können Lehrerinnen und Lehrer in den Schulen darauf reagieren? Ist virtuelles Mobbing weniger schmerzhaft als die reale Auseinandersetzung im Jugendklub? Welche medialen Grundkompetenzen benötige ich als älterer Mensch, um mich in der analog-digitalen Gesellschaft noch zu Recht zu finden? Welchen Einfluss haben diese Veränderungen auf demokratische Entscheidungsprozesse?

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